Die Natur braucht viele Freunde
Naturerlebnis- und Lernweg in der Ergoldinger Isarau feierlich eröffnet.
Naturerlebnis- und Lernweg Ergoldinger Isarau Im Onlinearchiv veröffentlicht: 15.10.2023 ·
Die Natur braucht viele Freunde.
Naturerlebnis Ergoldinger Isarau
Die heimische Natur mit allen Sinnen entdecken.
Die Sinne öffnen und die heimische Natur
mit Augen, Ohren, Nase und Mund erkunden –
das ist das Anliegen des Naturerlebnis-
und Lernwegs in der Ergoldinger Isarau.
Bei herrlichem Sonnenschein und milden
Temperaturen gaben Bürgermeister Josef Heckner,
Angelika Thomas vom BUND Naturschutz
und Planer Robert Beringer den Startschuss.
Nach dem kirchlichen Segen durch Pfarrer
Anton Kopp und Pfarrer Hans-Joachim Leßmann
machten sich die Schulklassen auf ihre
erste Entdeckungsreise.
Natur als Erlebnis begreifen.
Bürgermeister Josef Heckner sprach bei
der Eröffnung von den vielen ökologischen
Schätzen im Auwald, die häufig übersehen
oder nicht erkannt werden.
Der Erlebnisweg soll Kindern, Jugendlichen
und Erwachsenen einen neuen Blick auf
die heimische Natur ermöglichen.
Robert Beringer betonte, dass Natur
ein Erlebnis sei. Ein Naturerlebnispfad
müsse einen Mehrwert bieten, der über
den bloßen Aufenthalt im Wald oder
am Fluss hinausgeht.
38 Stationen voller Entdeckungen.
Der Naturerlebnis- und Lernweg setzt
an insgesamt 38 Stationen unterschiedliche
Schwerpunkte.
Thematisiert werden unter anderem
der Lebensraum Auwald, die Pflanzenvielfalt
der mageren Dammbereiche sowie die Vogelwelt
an der Isar und am Altheimer Stausee.
Das Wasserwirtschaftsamt beteiligte sich
mit drei Stationen zur Flussgeschichte,
zum Dammbau und Hochwasserschutz sowie
zu den sogenannten Neophyten.
- 38
- Erlebnis- und Lernstationen
- 1,2 km
- Rundweg durch die Isarau
- 28
- Thematische Arbeitsblätter
Fluss und Wald sind eng verbunden.
Auwald und Fluss seien von jeher stark
miteinander verbunden gewesen,
erklärte Robert Beringer.
Früher verlief die Isar mitten durch
den Auwald und konnte bei Hochwasser
weite Flächen überschwemmen.
Im Auwald gibt es rund 140 Tier-
und Pflanzenarten zu entdecken.
Ein Teil dieser Vielfalt wird
auf dem Naturerlebnis- und Lernweg
vorgestellt.
Gemacht von Naturfreunden.
Angelika Thomas, Vorsitzende der
BUND-Naturschutz-Ortsgruppe und Initiatorin
des Projekts, erinnerte an das Motto:
„Die Natur braucht Freunde“.
Aus der Idee, den Auwald für Besucher
begreifbar zu machen, entstand das Projekt.
Auch Schülerinnen und Schüler beteiligten
sich aktiv und fertigten ein Insektenhotel
als Lebensraum für Wildbienen an.
Bei der feierlichen Eröffnung wurde
der Naturerlebnisweg gesegnet und
durch das gemeinsame Durchtrennen
einer Schnur offiziell freigegeben.
Auf eigene Faust erkunden.
Der Naturerlebnis- und Lernweg steht
allen Interessierten offen.
Die interaktiven Erkundungstouren
können selbstständig mithilfe
von Erkundungsbögen durchgeführt werden.
Die Materialien enthalten 28 thematische
Arbeitsblätter. Symbole auf den
Informationstafeln erleichtern
die Orientierung.
Für die rund 1,2 Kilometer lange
Entdeckungstour sollten je nach
Intensität etwa eineinhalb
bis drei Stunden eingeplant werden.
Die Eingangstafel befindet sich
am Parkplatz nahe der Fischerhütte.
Die weiteren Informationstafeln
können in beliebiger Reihenfolge
besucht werden.
